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Artikel vom 10.04.2018

"Edeka aktiv markt" schließt zum 30. Juni


Aus für den „Edeka aktiv markt“ Jakobs auf der Flammersfelder Kornbitze. Aus gesundheitlichen Gründen schließt Eigentümer Alexander Jakobs das Unternehmen zum 30. Juni. Einen neuen Käufer der Immobilie gibt es bereits.

Flammersfeld. Der „Edeka aktiv markt“ in Flammersfeld im Industriegebiet, Kornbitze  7, schließt  zum 30. Juni. Dies bestätigte der Inhaber des Frischemarktes, Alexander Jakobs, am Mittwochnachmittag auf Nachfrage unserer Zeitung. Als Gründe nannte Jakobs, der mit seiner Familie auch Eigentümer der 850 Quadratmeter großen Immobilie und des Grundstückes ist, auf dem rund 100 PKW einen Stellplatz finden, gesundheitliche Gründe. „Das Anwesen ist bereits verkauft und die Verträge liegen beim Notar zur Unterschrift“, so der Flammersfelder Kaufmann. Der bisherige „Edeka aktiv markt“ eröffnete am 3. April 2003 seine Pforten. Zuvor betrieb die Familie Jakobs bereits einige Jahre einen kleineren Edeka Markt in der Flammerfelder Rheinstraße (B 256) gegenüber der Tankstelle. Mit dem Verkauf des Marktes verlieren alle 13 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Sie erhielten die Nachricht, dass der Edeka Markt in naher Zukunft geschlossen wird, am Gründonnerstag, als ihnen Alexander Jakobs aus ihrer Sicht überraschend und persönlich die Kündigung in die Hand gab. „Wir waren geschockt, so einige der Mitarbeiter auf RZ- Nachfrage. Über Details wollten weder die Marktleiterin noch die Kolleginnen informieren. Wie geht es weiter? Stephan Dick, der Leiter der Metzgerei des Edeka Marktes von Alexander Jakobs ist, informierte unsere Zeitung bereits am Mittwochmorgen über seine Zukunftspläne. Er hat vergangenen am Osterwochenende bereits erste Verhandlungen mit dem Eigentümer eines seit einiger Zeit leerstehenden Metzgerladens im Trakt des dem Edeka-Marktes gegenüberliegenden Norma-Marktes geführt. „Wenn alles stimmt, möchte ich mich dort gerne selbständig machen.“ Stephan Dick ist erst seit 15. Mai 2017 Leiter der Edeka Metzgerei. Alexander Jakobs bestätigte unserem RZ-Mitarbeiter auch, dass der neue Inhaber – den Namen möchte Jakobs erst dann bekannt geben, wenn alles unter Dach und Fach ist – die Räumlichkeiten der im Gebäude befindlichen Bäckerei Wertenbruch auch weiterhin anbieten möchte. Die Betreiber der Bäckerei Wolfgang und Anke Wertenbruch waren aber am Mittwochmorgen offiziell noch nicht über das Ende des Edeka-Marktes informiert. Schockiert und enttäuscht über das Aus von Edeka in der rund 1500-Seelen-Gemeinde Flammersfeld ist auch die Kundschaft. „Schade, jetzt kann man hier im Ort noch nicht mal mehr Wurst oder Fleisch in einer Bedienabteilung kaufen“, so eine Dame aus den Nachbarort Eichen, die namentlich nicht genannt werden wollte. Ähnlich geht es auch einer Kundin aus Flammersfeld: „Noch nicht mal einen Getränkemarkt mit einer großen Auswahl haben wir demnächst hier im Ort. Es ist sehr traurig.“ Die gleiche Meinung vertritt auch eine langjährige Kundin aus Neitersen: „Wir sind immer gerne hierher gefahren. In den zwei Läden Edeka und Norma konnten wir in Flammersfeld auf kurzem Weg unseren täglichen Bedarf decken." Der Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Flammersfeld, Manfred Berger, ist ebenso wie die Kundschaft vom nahenden Edeka-Aus überrascht: „Offiziell ist uns noch nichts bekannt. Wenn es stimmt, so bedauern wir diesen Schritt sehr und hoffen, dass sich für das Gebäude bald ein neuer Käufer oder Betreiber findet. Den treuen und teilweise langjährigen Mitarbeitern wünschen wir, dass sie schnell wieder eine neue Arbeit finden.“  Für die Geschäftskollegen „Region Flammersfeld – die Leistungsgemeinschaft“ zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Scharenberg ebenfalls sehr überrascht. Auch hier war der Schritt vorher nicht bekannt.
Wie der RZ aus zuverlässiger Quelle bekannt wurde, soll in den Edeka Räumlichkeiten in Zukunft ein Netto-Discount-Markt eröffnen

Wörtlich: „Auch weiterhin werden hier in diesem Gebäude Lebensmittel angeboten. Mehr kann ich im Moment nicht sagen.“ Alexander Jakobs, Inhaber des „Edeka aktiv markt“ in Flammersfeld.

Foto und Text: Heinz-Günter Augst, Rhein-Zeitung